Unterricht

Die letzten Wochen

Es ist nun schon eine ganze Weile her, seit ich ein paar Töne von mir gegeben habe. Das lag zum einen daran, dass ich gerade meine Abschlussarbeit geschrieben habe, zum anderen, dass einfach nicht so wahnsinnig viel passiert ist.

Was machen meine Ziele?

Ich saß mittlerweile sage und schreibe zweimal während des Trainings im Spagat – beide Male nur mit rechts vorne. Die linke Seite ist aber viel besser geworden und seit ich vor den Sommerferien und kurz danach eine leichte Zerrung im hinteren rechten Oberschenkel hatte, ist die linke Seite fast besser als die rechte. Rechts war bisher immer meine Schokoladenseite, aber na gut. Kann sich ja auch mal ändern.

Tiefere Pliés schaffe ich leider immer noch nicht. Zumindest bemerke ich selbst keine gravierenden Unterschiede. Meine Dehnübungen diesbezüglich lasse ich derzeit auch böse schleifen – Asche auf mein Haupt.

Meine Balance ist allerdings viel besser geworden. In den Sommerferien hatten wir sieben Wochen lang Vertretung – wieder von Sveto. Ich mag seinen Unterrichtsstil nicht sonderlich, mein üblicher Ballettlehrer legt Wert auf Perfektionismus und es herrscht auch so eine gewisse Strenge während des Trainings. Bei Sveto lief das Training etwas lockerer, aber was Armhaltung angeht, wollte er alles weniger fest, er wollte immer seine beweglichen „Flügelchen“ sehen. Das ist mir etwas zu sehr Kindergarten. Aber gut, ist eben seine Methode. Was ich bei ihm aber gut fand, war das Finden des Körpermittelpunkts: Dreh- und Angelpunkt des Körpers ist der Bauchnabel. Während der Balanceübungen darf der untere Teile sich um den festen Stand kümmern, während alles oberhalb des Bauchnabels unabhängig vom unteren Körper funktionieren soll. Das Konzentrieren auf diesen Fixpunkt hat mir wirklich geholfen.

Nach sieben Wochen Vertretung ging es dann wieder mit Julian weiter im Training. Seit dem Ende der Sommerferien heißt die Gruppe nun auch nicht mehr „Anfänger“, sondern „Anfänger mit Vorkenntnissen I“. Die Übungen sind im Prinzip die selben, die Ausführung jedoch variieren. Wir machen nach wie vor Plié, Tendu, Petite und Grand Battement, Jeté und Fondu. Aber die Bewegungsabfolgen sind nun anders und ein wenig komplizierter. Da rutscht mal einen Piqué oder Passé dazwischen und die Übung endet ab und zu auf halber Spitze in der Attitude.

Das macht das Ganze zum einen wieder anstrengender, weil man sich auf die neuen Abfolgen konzentrieren muss, zum anderen ist es nach 5 Monaten Anfänger-Training mal eine willkommene Abwechslung.

Was kommt als nächstes?

Im November wird es in der Ballettschule, die ich besuche, Aufführungen geben. Jedoch sind die Erwachsenen Anfängergruppen leider nicht integriert. Soweit ich das mitbekommen habe, sind Erwachsene erst ab der Mittelstufe Bestandteil der Aufführungen. Für mich sehr schade, da ich doch gerne zeigen würde, was ich nach 16 Jahren Pause in einem halben Jahr wieder auf die Reihe bekomme. Aber so ist das nun Mal.

Was die Mittelstufe bzw. die fortgeschrittenen Gruppen angeht, habe ich letztens mit einem Gruppenmitglied derselben gesprochen. Er meinte, wenn ich unterfordert sei, solle ich vielleicht bei Julian zur Sprache bringen, dass ich gerne höher gestuft werden möchte. Ich bin seitdem hin- und hergerissen. Einerseits, ja bin ich unterfordert, was die Bewegungsabfolgen angeht, andererseits habe ich nach wie vor Schwachpunkte – Balance in geringer Form, Gelenkigkeit ein größerer Punkt, meine niedrigen Pliés regen mich selbst auf und – seien wir ehrlich – das Bein beim Adagio und der Attitude geht immer noch ein Stück höher und vor allem immer noch ein bisschen weiter auswärts gedreht. Nun ist die Frage, ob ich diese Schwachpunkte an mir nicht auch in höheren Gruppen verbessern kann?!

Bis Ende des Jahres und wahrscheinlich auch noch im Frühjahr bleibe ich vorerst noch in meiner jetzigen Gruppe. Ich werde dann sehen, was sich bis dahin getan hat, welches Niveau die Gruppe bis dahin hat und ob ich mich dann immer noch unterfordert fühle. Ich möchte ja auch voran kommen, um vielleicht doch noch in den nächsten Jahren auf der Spitze zu stehen.

2 Kommentare zu „Die letzten Wochen

  1. Hab den Blog entdeckt und wollte fragen: Gibts Neuigkeiten?
    Ich bin 30 und werde diese Woche nach 21Jahren Pause wieder neu beginnen.

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  2. Liebe Rahel,
    viel Neues gibt es leider nicht, da ich die letzten Monate durch Uni und Arbeit verhindert war. Seit letzter Woche gehe ich wieder zum Training, es wird dann auch bald einen neuen Beitrag hier geben.
    Liebe Grüße,
    Charlotte

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