Unterricht

Ferien in einer anderen Ballettschule

Center of DanceErstes Training

Die Sommerferien überbrücke ich im Center of Dance in der Kulturbrauerei. Cristina Voce leitet dort donnerstags den Ballettunterricht für Anfänger mit Vorkenntnissen und Mittelstufe.

Zunächst Übungen an der Stange: Plié, Tendu, Glissé, Frappé, Fondu, Adagio und Grand Battement. Stretching. Anschließend Variationen in der Mitte: unter anderem Tendu & Pirouettes. Weiter mit Pirouettes durch den Raum, en dedans und en dehors. Wieder in der Mitte werden Sprünge geübt: Glissade, Assemblé, Changement & Echappé. Zu guter Letzt Port de bras. Sehr viele Übungen, dafür aber auch 90min statt 75min, wie in meiner Stammballettschule.

Die Übungen sind in ihrer Kombination für mich alle sehr neu und vom Tempo und von der Musik her natürlich ungewohnt. Ich merke, dass es mir an Koordination fehlt, wodurch ich zum Teil nur schwer hinterherkomme, vor allem bei dem Variationen in der Mitte des Raumes. Darunter leidet wiederum meine Technik – ich kann mich nicht auf die saubere Ausführung konzentrieren und werde zu locker in meinen Bewegungen.

Ich betrachte das als Herausforderung für die kommenden Wochen.

Nach den anderthalb Stunden leert sich der Ballettsaal und außer der Ballettlehrerin und mir verbleiben noch drei weitere Frauen, die nun in ihre Spitzenschuhe schlüpfen.

Die folgende halbe Stunde ist für mich ungewohnt, aber auch sehr lehrreich. Viele neue Übungen auf Anfängerniveau, die mich aber trotzdem sehr fordern, sowie viele gute Tipps und Hinweise von Cristina. Das Training auf Spitze ist sehr anstrengend, aber ich bin sicher, dass sich genau dadurch gut Kraft in meinen Füßen entwickelt.

Meine Füße seien von Natur aus auch gut für Spitze geeignet.

Im Anschluss an das Spitzentraining bitte ich Cristina um eine Einschätzung: ob die Schuhe für mich passend sind, ob ich nicht doch zu früh auf die Spitze gegangen bin und wie sie derzeit meine Kraft in den Füßen bewertet. Nach ein paar kurzen Fragen zu meinen Schuhen und wie sie sich an den Füßen anfühlen, ist sie der Meinung, dass sie gut für mich sind. Die Sohle ist recht weich und wenn ich auf Sprite stehe ist der Schuh recht lang, d.h. an der Hacke ist gut Platz, aber das ist in Ordnung. Arg zu weich ist die Sohle auch nicht. Meine Füße seien von Natur aus gut für Spitze geeignet, und dass ich Spitze nun trainiere, sei vom Zeitpunkt her und von meinem körperlichen Voraussetzungen völlig in Ordnung. Nur, wie ich selbst schon festgestellt habe, fehlt es mir noch an Kraft. Die bekomme ich aber durch das Training. Also alles gut, ich brauche mir keine Gedanken zu machen.

Ich hatte das Gefühl, wirklich vorwärts gekommen zu sein.

Trotz der Schwierigkeiten, die mir der ungewohnte Unterricht bereitete, ging ich mit einem guten Gefühl nach Hause. Meine Füße und vor allem Zehen taten schon ein wenig weh, aber das war ja zu erwarten. Dafür hatte ich auch das Gefühl, wirklich vorwärts gekommen zu sein. Ich freue mich jetzt schon auf nächste Woche, wenn die Variationen nicht mehr ganz so neu sind, denn dann dürfte ich schon besser hinterherkommen.

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